Technischer Anwendungsleitfaden

3 DALI-Dimmkurven (Energieverbrauch in Abhängigkeit der Dimmstellung)

DALI-Dimmkurven

IEC 62386 definiert den Dimmbereich eines DALI-Betriebsgeräts von 0,1 bis 100 %. Die Abhängigkeit des relativen Lichtstroms X (n) vom digitalen 8-Bit-DALI-Wert n ist durch folgenden Zusammenhang beschrieben:

Daraus ergibt sich folgender graphischer Zusammenhang:

  • Logarithmische Kurve (Werkseinstellung) für Standardanwendungen (z. B. Tageslichtsteuerung)
  • Lineare Dimmkurve: LED-Treiber gemäß IEC 62386-207 und andere Treiber wie OTi DALI bieten zusätzlich eine lineare Dimmkurve, die nur in speziellen Fällen zum Einsatz kommt, insbesondere für die einfache Anpassung von RGB-Farben bei RGB-Dimmanwendungen

Ein Wechsel zwischen den Kurven ist mit Tuner4TRONIC, DALI Wizard oder anderen Tools möglich.

Der Lichtstrom entspricht in erster Näherung der relativen elektrischen Leistung, die vom Treiber an das LED-Modul abgegeben wird. Der DALI-Standard definiert prinzipiell 0,1 % als den niedrigsten Lichtstrom, was dem relativen DALI-Wert 1 entspricht. Nicht alle DALI-Treiber können bis 0,1 % dimmen. Damit die Übergänge von einer digitalen Stufe zur nächsten nicht erkennbar sind, verfügen OSRAM DALI-Treiber über eine digitale „Glättung“. Diese zusätzliche Funktion der OTi DALI Treiber erhöht den Lichtkomfort und ist nicht Teil des DALI-Standards.

Systemenergieverbrauch und Dimmeinstellung

Da zwischen dem Energieverbrauch eines DALI-DIM-Systems (LED-Modul und Treiber) und der Dimmeinstellung ein näherungsweise lineares Verhältnis besteht, kann der Energieverbrauch PN(d) für jede Dimmeinstellung d (in Prozent) anhand der Werte PN100% (100 % der Nennleistung, PN = Power Nominal) und PN1% (1 % der Nennleistung) berechnet werden:

Lineare Korrelation: Dimmniveau und Systemenergieverbrauch

Programmierungsgrafik CLO-Funktion (Betriebsdauer = 10 kh)

Dimmbereich und niedrigstes Dimmniveau eines DALI-LED-Treibers

Informationen zum zulässigen Dimmbereich und dem niedigsten Dimmniveau eines DALI-LED-Treibers finden Sie in den entsprechenden Produktdatenblättern. CLO-Funktion (konstanter Lumen-Output) Mit der CLO-Funktion kann der Lichtstromabfall über die gesamte Lebensdauer der LED ausgeglichen werden. Eine konstante Lichtleistung des LED-Moduls wird erreicht, indem der LED-Treiber die Betriebsstunden des LED-Moduls speichert und durch eine Erhöhung des Ausgangsstroms auf den Abfall der Lichtleistung reagiert. Zu den Vorteilen gehören:

  • Energie- und Kosteneinsparungen
  • Längere Lebensdauer des LED-Moduls
  • Gleiche Lichtleistung und gleiche Lichtfarbe über die gesamte Lebensdauer der Leuchte
  • Bessere Wartung, da LED-Module als Gruppe ausgetauscht werden können

Diese Funktion kann gemäß des verwendeten LED-Moduls mithilfe der Software Tuner4TRONIC eingestellt werden. Die folgenden Abbildungen zeigen Beispiele.

Die Ausgangsniveaus müssen von Anfang an monoton steigend sein.

Warnung: Das Ausgangsniveau wird als eine rote Zahl angezeigt, wenn das Niveau auf über 100 % eingestellt ist. In diesem Fall müssen Zuverlässigkeit und Sicherheit des Moduls überprüft werden, wenn der Nennbetriebsstrom überschritten wird. Ein Ausgangsstrom höher als der maximale Nennausgangsstroms des LED-Treibers kann nicht erreicht werden.

Lampenbetriebszähler

Der LED-Treiber überwacht die Betriebsstunden der angeschlossenen LED-Module. Betriebsstunden werden nur gezählt, wenn die LED-Module unter Strom stehen. Die Lampenbetriebsdauer beeinflusst auch die CLO-Funktion. Sie kann mit der Software Tuner4TRONIC, wie in der folgenden Abbildung gezeigt, eingestellt werden.