Technischer Anwendungsleitfaden

Normen für LED-Treiber, LED-Module und LED-Leuchten

OPTOTRONIC LED-Treiber für den Innenbereich

Genereller Hinweis zu Normen

Alle OPTOTRONIC LED-Treiber sind so ausgelegt, dass sie die Anforderungen der für ihren Gebrauch in Beleuchtungsanwendungen geltenden Normen erfüllen oder übertreffen.

Sicherheit

Die Sicherheitsanforderungen an LED-Treiber sind in EN 61347-2-13 festgelegt. OPTOTRONIC LED-Treiber für den Innenbereich sind in zwei Isolierungsklassen erhältlich:

  • SELV-Treiber (doppelte/verstärkte Isolierung zwischen Ein- und Ausgang, LEDset)
  • „Non-isolated“-Treiber (keine Isolierung zwischen Ein- und Ausgang, LEDset)

OPTOTRONIC LED-Treiber haben die folgenden Sicherheitseigenschaften:

  • Überlastschutz
  • Kurzschlussschutz
  • Teillast- und leerlaufsicher
  • Übertemperaturbetrieb
  • Eingangsüberspannungs- und Stoßspannungsschutz

Arbeitsweise (Performance)

Die Norm über Anforderungen an die Arbeitsweise EN 62384 definiert den optimalen Betrieb von LEDs mit LED-Treibern und stellt dadurch sicher, dass LEDs nur innerhalb ihrer vorgegebenen Betriebsparameter betrieben werden. Dies gewährleistet beste Lichtqualität und maximale Lebensdauer von geeigneten LED-Modulen. Alle OPTOTRONIC LED-Treiber mit ENEC-Kennzeichnung sind gemäß EN 62384 zugelassen.

EMV (elektromagnetische Verträglichkeit)

Die EMV wird anhand einer Reihe von verschiedenen Prüfkriterien bestimmt. Zu diesen gehören Funkstörung (EMI), Immunität gegen Störungen (Störfestigkeit) und Spannungsschwankungen, Flackern und Oberwellengehalt (bis zur 39. Oberwelle).

Oberwellengehalt des Netzstroms

Für Beleuchtungseinrichtungen gilt eine Einschränkung des Oberwellengehalts. Die maximal zulässigen Grenzwerte sind in der Norm EN 61000-3-2, Klassifizierung in Klasse C für Beleuchtungseinrichtungen, definiert. Alle OPTOTRONIC LED-Treiber erfüllen die strengen Oberwellengrenzwerte für unter 25 W und über 25 W, obwohl LED-Produkte unter 25 W von den Anforderungen ausgenommen sind. OPTOTRONIC LED-Treiber erfüllen daher bereits jetzt die kommenden strengeren Anforderungen für LED-Produkte unter 25 W. Dies ist auch für größere Installationen wichtig, da es keine Rolle spielt, ob 1000 Leuchten mit niedriger Leistung oder 250 Leuchten mit hoher Leistung installiert werden.

Störfestigkeit

Die Störfestigkeitsanforderungen sind in EN 61547 aufgeführt. Sie gewährleisten einen Schutz gegen Störungen von externen Hochfrequenzfeldern, elektrostatischer Entladung und transienten Überspannungen der Netzversorgung.

Funkstörung

Die Anforderungen, z. B. die Grenzwerte für leitungsgebundene und gestrahlte Störungen, sind in EN 55015 definiert. Zur Erfüllung der Funkstöranforderungen darf die Länge der Augsgangskabel die in den Produktdatenblättern vorgegebenen Werte nicht überschreiten.

Hinweis: Leuchtenhersteller sind für die Messung und den Nachweis der EMI-Konformität der kompletten Leuchte verantwortlich, da das Niveau der Funkstörung bedingt durch die Leuchtenkonstruktion variiert. Besonders die primären und sekundären Leitungslängen sowie ihre Führung beeinflussen die Funktstörung zu einem hohen Grad.

EG-Richtlinie


Niederspannungsrichtlinie
2006/95/EG
Produktrelevante Sicherheitsnormen
Photobiologische Sicherheit, EMF-Norm
Elektromagnetische Verträglichkeit
2004/108/EG
EMV-Normen: EMI, Störfestigkeit,
Oberwellengehalt und Flackern
ErP-Richtlinie 2009/125/EC
(Ökodesign)
Anforderungen in der Richtlinie
Gefährliche Stoffe
2011/65/EU (RoHS, REACH)
Anforderungen in der Richtlinie

Treiber für LED-Module

International

Europa

Sicherheit TreiberIEC 61347-2-13EN 61347-2-13
Sicherheit Leuchten 1)IEC 60598-1EN 60598-1
ArbeitsweiseIEC 62384EN 62384
EMV – Funkstörung (EMI)
EMV – Störfestigkeit
EMV – Oberwellen
EMV – Flackern
CISPR 15
IEC 61547
IEC 61000-3-2
IEC 61000-3-3
EN 55015
EN 61547
EN 61000-3-2
EN 61000-3-3
EMF (elektromagnetische Felder) 1)IEC 62493EN 62493
1) Unabhängiger LED-Treiber

LED-Module

International

Europa

Sicherheit LED-Module 4)IEC 62031EN 62031
Sicherheit Leuchten 3)IEC 60598-1EN 60598-1
EMV – Funkstörung (EMI) 1)
EMV – Störfestigkeit 1) 2)
EMV – Oberwellen 1)
EMV – Flackern 1)
CISPR 15
IEC 61547
IEC 61000-3-2
IEC 61000-3-3
EN 55015
EN 61547
EN 61000-3-2
EN 61000-3-3
ArbeitsweiseIEC 62717
EMF (elektromagnetische Felder) 1) 3)IEC 62493EN 62493
Photobiologische Sicherheit 4)IEC 62471EN 62471
1) LED-Module mit eingebautem Treiber
2) LED-Module mit externem Treiber, ESD- und Störfestigkeitsprüfungen
(hochenergetische Impulse L-N, PE) gelten
3) Unabhängige LED-Module oder wenn Teile zugänglich sind
(außerhalb der Leuchte)
4) Prüfung der photobiologischen Sicherheit in der Sicherheitsnorm 62031 enthalten

LED-Leuchten

International

Europa

Sicherheit Leuchten –
allgemeine Anforderungen
IEC 60598-1EN 60598-1
Sicherheit Leuchten –
zusätzliche Anforderungen
IEC 60598-2-xx
Spezialleuchten
EN 60598-2-xx
Spezialleuchten
ArbeitsweiseIEC 62722-2-1-
EMV – Funkstörung (EMI)
EMV – Störfestigkeit
EMV – Oberwellen
EMV – Flackern
CISPR 15
IEC 61547
IEC 61000-3-2
IEC 61000-3-3
EN 55015
EN 61547
EN 61000-3-2
EN 61000-3-3
EMF (elektromagnetische Felder)IEC 62493EN 62493
Photobiologische SicherheitIEC 62471EN 62471

Haftungsausschluss

Alle Informationen in diesem Leitfaden wurden von OSRAM mit größter Sorgfalt gesammelt, ausgewertet und überprüft. OSRAM übernimmt jedoch keine Verantwortung für die Korrektheit und Vollständigkeit der in diesem Leitfaden enthaltenen Informationen und keine Haftung für Schäden, die durch die Verwendung oder im Vertrauen auf den Inhalt dieses Leitfadens entstehen. Die Informationen in diesem Leitfaden spiegeln den Wissensstand am Tag seiner Veröffentlichung wider.